Ein Hersteller von Profilen aus thermoplastischem Material hat das Team Perimetra beauftragt, die Konformität von fünf in seinem Werk installierten Extrusionsanlagen zu überprüfen. Einige Anlagen waren Eigenkonstruktionen und wiesen keine CE-Kennzeichnung auf, andere waren im Laufe der Zeit einer Modernisierung unterzogen worden, bei der Komponenten hinzugefügt oder ausgetauscht wurden, wodurch sich die Leistungsmerkmale der Maschinen verändert hatten.
Diese Maßnahmen erfordern die erneute Anbringung der CE-Kennzeichnung an der Anlage gemäß der Maschinenrichtlinie und den einschlägigen Normen
Die Notwendigkeit von Maßnahmen zur Erhöhung des Sicherheitsniveaus sowie Lücken in den Vorschriften und Gesetzen setzten das Unternehmen Risiken aus, die dessen Geschäftskontinuität gefährden konnten.
Der Prozess dauerte sechs Monate und wurde unter aktiver Mitwirkung der qualifizierten Perimetra-Techniker mit CMSE®-Zertifizierung (Certified Machinery Safety Expert) durchgeführt, die alle für die Umsetzung des Projekts erforderlichen Schritte berücksichtigt haben.
1) Umfang der Risikobewertung
Die Extrusionsanlagen wurden im Betrieb begutachtet, wobei besonderes Augenmerk auf die vorhandenen mechanischen Bewegungen, die Stillstandszeiten und die vom Maschinenbediener ausgeführten Aufgaben gelegt wurde; dabei wurden die Risiken auf der Grundlage der in der Norm UNI EN ISO 12100 enthaltenen Vorgaben ermittelt und analysiert.
Es wurden verschiedene Mängel festgestellt, weshalb alle Maßnahmen aufgeführt wurden, die zur Erhöhung des Sicherheitsniveaus unter Berücksichtigung der neuesten technischen Normen durchzuführen sind, um die einschlägigen R.E.S.S.(Grundlegende Gesundheits- und Sicherheitsanforderungen) der Maschinenrichtlinie 2006/42/EG zu erfüllen.
2) Perimetra Safety Design
Da es sich um Arbeiten direkt an der Maschine handelte, hat unser auf Aluminiumprodukte spezialisierter Techniker nach einer gründlichen Begutachtung vor Ort die erforderlichen Schutzvorrichtungen entworfen und hergestellt, um die bestehenden Risiken zu mindern.
3) Umfang der Sanierungsmaßnahmen
Sicherheitsanpassung durch den Einbau von Schutzvorrichtungen an der Maschine, Sicherheitssensoren, die Entwicklung einer Sicherheitslogik sowie die Schulung des Personals hinsichtlich der Sicherheitsverfahren, beispielsweise das Anhalten der Schneidemaschine beim Öffnen der Schutzvorrichtung.
4) Umfang des CE-Kennzeichnungsverfahrens
Perimetra hat alle Betriebs- und Wartungshandbücher für die fünf Extrusionsanlagen erstellt und bei der Zusammenstellung der technischen Unterlagen gemäß den gesetzlichen Anforderungen Unterstützung geleistet, einschließlich der Erstellung einer Vorlage für die EG-Konformitätserklärung und des dazugehörigen EG-Typenschilds.
Schwerpunkt Maschinensicherheit
Mit der Umsetzung dieses Projekts hat Perimetra die Maschinen sicherheitstechnisch angepasst und dabei die vollständige Einhaltung aller geltenden Richtlinien gewährleistet, wobei verschiedene technische Normen zugrunde gelegt wurden , darunter:
Vorschriften vom Typ A:
- UNI EN ISO 12100 – Risikobewertung und Risikominderung
Normen des Typs B:
- UNI EN ISO 14120 – Allgemeine Anforderungen an ortsfeste und bewegliche Schutzvorrichtungen
- UNI EN ISO 13849 – Sicherheitsrelevante Teile von Steuerungssystemen
- UNI EN ISO 20607 – Allgemeine Grundsätze für die Erstellung von Bedienungs- und Wartungsanleitungen
Normen vom Typ C:
- UNI EN 1114-1 – Sicherheitsanforderungen für Extruder
- UNI EN 1114-3 – Sicherheitsanforderungen für Anhänger
Die mit den Maschinen verbundenen Risiken wurden reduziert, wobei die volle Betriebsfähigkeit und Produktivität des Werks gewahrt blieb.

